Deponie gefährdet Arbeitsplätze in Bochum

Hinter der Problematik der Wiedereröffnung der Deponie von Thyssen-Krupp in Bochum verbergen sich auch viele Einzelschicksale, sowie die Gefahr des Verlustes hochwertiger Arbeitsplätze in Bochum. Exemplarisch veröffentlichen wir hier die Anfrage von Norbert Kriech an den Zentralverband der Europäischen Lederindustrie, der in direkter Nachbarschaft der Deponie sein Bürogebäude hat und eine sehr große Solaranlage dort betreibt.

Frage an Herrn Wisgalle ZEL von Norbert Kriech:

Sind Sie, bei der Ansiedlung Ihres Unternehmens, darüber informiert worden
das sich das Grundstück in direkter Nähe einer Altdeponie befindet und
damit zu rechnen ist, das diese wieder eröffnet werden kann?

Stellungnahme des Zentralverband Europäischer Lederhändler eG,

von Herrn Frank J. Wisgalle, zu dieser Frage.

Wir hätten uns  g a n z  sicher hier nicht angesiedelt, wenn uns irgendjemand über diesen Umstand informiert hätte! Für uns war dieses Gebiet zwar ein eine ehemalige Schlackendeponie, die mit Millionen der EU und der Stadt zurückgebaut worden war, das Ganze hatte jedoch für uns eine Zukunftsperspektive. Diese schrumpft mit der geplanten Deponiewiedereröffnung gegen null.

 

 

 

Wenn ich mir bei den augenblicklich stattfindenden Arbeiten am Maarbach anschaue, wie unsere Photovoltaikanlage laufend verdreckt ist (meines Wissens nach die größte Anlage Bochums), dann mache ich mir ernsthaft Sorgen hinsichtlich der weiteren Wirtschaftlichkeit. Wenn Herr Aschenbrenner bei der Inbetriebnahme im Dezember 2007 seine Freude über den Pioniergeist unserer Firma zum Ausdruck gebracht hat möchten wir heute betonen, dass wir uns von der Stadt Bochum verschaukelt vorkommen und der gepriesene Pioniergeist in Zukunft an diesem Standort mit der Lupe zu suchen sein wird!

 

Wir handeln mit Naturprodukten, die ausnahmslos auf Schwermetalle bei der Gerbung etc. vor dem Verkauf durch uns zu untersuchen sind und peinlich genau lt. Medizinproduktegesetz hierüber Buch geführt werden muss. Wir sind ständig bemüht, unsere Lieferanten weltweit zu zwingen/bewegen höheren Umweltstandards gerecht zu werden. Wenn uns künftig Lieferanten aus Drittländern besuchen und wir die Fenster und Türen wegen des Drecks nur noch streng geschlossen halten müssen, wird uns in dieser Beziehung manches Argument fehlen... Hinsichtlich des Drecks sehen wir doch heute schon, was auf der Porschestr. los ist, wenn nur einige Lkw´s von der Maarbachbaustelle die Strasse befahren.

 

Bei unserem letzten Treffen mit Herrn Aschebrenner bei AUDI mit den anliegenden Gewerbetreibenden im letzten Herbst wurde diskutiert, dass man sich auf jeden Fall hinsichtlich der Zufahrt noch ernsthafte Gedanken machen muß (Idee: neue Straße entlang des Walls im Süden hinter Klostermann und die Autohäuser dort, damit die Porschstr. von Staub und Dreck entlastet würde). Hierzu haben wir seit dem Treffen nichts mehr gehört. Ist die Idee gar nicht aufgegriffen worden?

Wir haben offiziell Widerspruch gegen die Wiedereröffnung der Deponie seinerzeit erhoben. Trotz mehrfacher Nachfragen in Hagen wurden wir jeweils lediglich damit vertröstet, dass das Prüfungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei.

Mit freundlichen Grüßen

Frank J. Wisgalle

Zentralverband Europäischer Lederhändler eG

Porschestr. 14

D-44809 Bochum

Tel: +49 234 3381-0

Fax:+49 234 3381-203

Kommentar:

Widerstand gegen die ThyssenKrupp Nirosta Deponie Maarbach auf breiter Front.

Nicht nur die Stadtteilkonferenz „Hammer Runde“, der SPD Ortsverein Bochum Hamme und viele Bürger kämpfen aus berechtigten Gründen gegen die Wiedereröffnung dieser Deponie. Es ist geradezu ein Skandal, eine Deponie über 40 Jahre und mit einer Höhe von fast 40m über dem Niveau der Altdeponie, in direkter Nähe eines Wohngebietes, in dem sich Schulen und Kindergärten befindenden betreiben zu wollen. Es gibt reichlich sachliche Gründe sich dagegen zu wehren. Dieses wurde auch schon oft in Briefen, Versammlungen und Artikeln in der Presse dargestellt und wird auch weiterhin in den laufenden Verfahren geschehen.

Auch bei der nicht ausreichend geklärten Gefährdung durch die Altlasten, von einer

Haldenkultur in Bochum Hamme zu Sprechen, grenzt schon an Zynismus. Außerdem wird die Nähe, des Naherholungsgebietes Westparks nicht genug berücksichtigt, dies wird nach meiner Meinung der ganzen Stadt Bochum schaden.

Als ob das nicht reichen würde, wird bei einer Widereröffnung der Deponie, das mit vielen

Millionen geförderte und noch nicht mal ganz erschlossene Gewerbegebiete, an der

Porschestraße, der Seilfahrt und der Gahlenschenstraße, stark gefährdet. Das ist keine Wirtschaftsförderung sondern ein Verschwenden von Geldern und eine Wirtschaftsvernichtung.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Kriech

SPD Ortsverein Bochum Hamme

Stellvertretender Vorsitzender

 

 

 

 

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