Zen-Ki-Budo –

Zwei Kampfsportmeister sammeln Japanerfahrung

 

Sei unabhängig, finde deine innere Stärke, geh in die Welt und strahle auf alle Wesen.

(Buddhistische Weisheit)

Dies dachten auch zwei Kampfsportmeister aus Hamme bzw. Hordel, Peter Frank und Uwe Reichert vom Zen-Ki-Budo, und so planten sie eine Reise in´s Mutterland ihrer Kampfkunst Japan.

Im November 2012 war es dann soweit: Von Frankfurt über Peking ging es mit dem Flieger nach Osaka Kansai-Airport und von dort mit dem Schnellzug "Haruka" in das ca. 100 Km entfernte Kyoto, der Kulturhauptstadt Japans.

Gebucht war dort ein traditionelles japanisches Hotel (Ryokan) mit Tatami-Zimmer und traditionellen Futons zum schlafen.

Nach einer fast 2 tägigen Anreise standen unseren beiden Kampfsportmeistern nun 9 Tage zur Verfügung, um Land und Leute sowie die Errungenschaften Japans zu erkunden.

Aber erst einmal wurde ausgiebig auf den weichen Futons ausgeschlafen. 

 

 

Der erste Tag stand im Zeichen von Unsicherheit, viel Neugier und Erkunden der näheren Umgebung. Wobei sich schnell herausstellte, dass einer der zahllosen Tempel in Kyoto immer in der Nähe war.

So wurden am ersten Tag gleich 3 Tempel zu Fuß erkundet: der To-ji, mit der höchsten Holzpagode Japans und die beiden buddhistischen Tempel Higashi Hongan-ji und Nishi Hongan-ji.

Über das Internet hatten unsere beiden Zeit-Japaner Kontakt zu einer Kyotoerin, die sich, als sie von den Reiseplänen erfuhr, spontan bereit erklärte für einen Tag als Reiseführerin zu agieren. So nutze man direkt den ersten Abend um sich persönlich kennen zu lernen. Die Empfehlung von Yuko Nishizaki, den Abend in einem traditionellem japanischen Restaurant zu verbringen und dort Pläne für die nächsten Tage zu schmieden, wurde gerne angenommen.

 

Der zweite Tag startete mit Sonnenschein und dann auch gleich mit einem Abenteuer: Busfahren in Kyoto. Wie sich dann aber schnell heraus stellte, war das dann doch gar nicht so schwer. Mit dem Bus fuhr man einmal quer durch Kyoto um die Tempel-Attraktion Kyotos zu besuchen: der goldene Pavillon Kinkakuji. Der Anblick und die Atmosphäre dort war atemberaubend und ergreifend. Bei schönstem Wetter strahlte der goldene Pavillon in der Sonne, ein Anblick das kein Foto dieser Welt wiedergeben k ann.

 

   

Als nächte Ziele an diesem Tag standen dann der Ryoanji mit seinem Zen-Garten der 15 Steine, welcher wohl einer der meist fotografierten Zen-Gärten Japans ist, und der Ninna-ji in dem im Jahre 899 der abgedankte Kaiser Uda-Tenno als buddhistischer Mönch lebte.

Am dritten Tag waren dann der silberne Pavillon Ginkakuji und die Burg Nijo Nijo-jo Ziel unsere beiden Städtereisenden.

 

 

Im Ginkakuji fanden sie den wohl am aufwendigsten gestalteten Zen-Garten dieser Reise. Was dort aus Sand bzw. feinem Splitt gestaltet wurde verschlägt einem einfach nur die Sprache.

Aber auch die Burg Nijo konnte nicht nur mit ihrem wunderbaren Park begeistern sondern auch mit der Eigenheit, dass der Boden der Burg nicht geräuschlos betreten werden konnte. Aus Angst vor nächtlichen Angriffen der Ninja lies der damalige Shogun den Boden so erbauen, dass selbst die kleinste Berührung des Bodens ein helles quietschendes Geräusch hervor brachte.

Am vierten Tag ging es dann in etwas weiter entfernte Gegenden von Kyoto und so fuhr man mit dem Bus in die angrenzenden Berglandschaften und besuchte dort den traditionsreichen Shinto-Shrine Kamigamo-Shrine.

Von dort aus wollten unsere beiden Sportkamerden sich auf´s gerade Wohl zu Fuß den Weg zurück zum Kyotoer Zentrum suchen, um vielleicht auf ihrem Weg Tempel und Shrine zu finden, die in Reisführern nicht beschrieben sind.

Und sie wurden belohnt: Gefunden wurde der Tempel Unrin-in, der ohne Touristen und ohne Trubel still und andächtig versteckt zwischen Wohnhäusern lag.

Da es noch recht früh am Tag war, entschlossen sich die Beiden noch weitere Tempel zu besuchen und erkundeten die Tempelanlagen von Imamiya-jija und Daitoku-ji mit dem Kloster Daisen-in.

Der fünfte Tag kann wohl mit recht als das Highlight der Reise angesehen werden. Yuko Nishizaki zeigte "Ihr" Kyoto. Gestartet wurde an der Kyoto-Station, von dort fuhr man zum Kiyomizu-dera, dem Tempel des reinen Wassers. Ein Tempel erbaut an einem Hang in den Bergen von Kyoto. Ein Weltkulturerbe der Unesco. Die Besonderheit ist hier der Wasserfall des Otowa-no-taki, wo drei einzelne Wasserkanäle in ein Becken stürzen. Tempelbesucher fangen das Wasser in Metallschalen auf und trinken es, da gesagt wird, dass es heilende Kräfte besitzt und Gesundheit, ein langes Leben und Erfolg bringt.

Natürlich wurde von dem Wasser getrunken.

Danach zeigte Yuko den Bezirk Gion mit den traditionellen Vergnügungshäusern mit ihren Geishas. Jetzt folgte der Besuch eines sehr kleinen buddhistischen Klosters mit zwei wunderschönen Zen-Gärten. Yuko erklärte wie man sich bei einer Meditation verhält und bot an, in dem ansonsten menschenleeren Meditationsraum mit Blick auf den Zen-Garten, für eine halbe Stunde zu meditieren und inne zu halten. So verbrachte man einige Zeit in völliger inneren Ruhe an diesem Ort dem Entokuin.

 

Das Hitaki Matsuri, im Fushimi Inari Shrine, ist ein Fest im Shintoismus und füllte den sechsten Tag der Reise aus.

Der Fushimi Inari Shrine ist der Tempel der 1.000 Torii und das Hitaki Matsuri ist ein Verbrennungsritual. An diesem Tag werden die von den Gläubigen am Shrine auf Holztäfelchen hinterlassenen Wünsche feierlich verbrannt. Ein Erlebnis ganz besonderer Art.

Bei so einer Reise darf natürlich auch das Shopping nicht zu kurz kommen. Perfekt zum shoppen ist Shinkyogoku, ein Einkaufszentrum im Herzen von Kyoto.

Und damit genügend Zeit dafür zu Verfügung stand, wurde der komplette siebte Tag dafür genutzt. Handgemachte Namensstempel aus Stein, Kimonos, japanischer grüner Tee und Souvenirs für die Familie in Deutschland wurden gekauft.

Die Zeit im Herbst und die damit verbundene Herbstlaubfärbung Momiji sind in Japan ein Fest der Farben. Um dieses einmal zu erleben und zu sehen, wurde der achte Tag genutzt. In den Bergen Kyotos, ca. eine Busstunde vom Zentrum Kyotos entfernt. liegt die Tempelanlage Nanzen-ji. Dort war die Herbstlaubfärbung schon richtig schön zu sehen.

In den zur Tempelanlage gehörenden Klöster Nanzen-in und Tenjuan strahlten die Zen-Gärten in einer Farbenpracht, wie sie hierzulande nicht zu sehen sind.

Der letzte Tag präsentierte sich so unfreundlich, als wolle er unseren beiden Sportlern den Abschied leicht machen. Es regnete in Strömen. Also wurde die Zeit genutzt, um sich das Manga-Museum in Kyoto anzusehen. Danach schauten sich die Beiden noch das Rathaus an und beschlossen nochmal ausgiebig in der Sushi-Bar in Kyoto-Station zu schlemmen.

Jetzt wurde es endgültig Zeit die Koffer zu packen. Der Hotelbesitzer verabschiedete sich noch mit einer kleinen Aufmerksamkeit und einem Erinnerungsfoto.

Am nächsten Morgen um 05:00 Uhr musste dann wieder die Heimreise mit viel Wehmut aber mit noch mehr Freude über das Gesehene und Erlebte angetreten werden.

Unsere beiden Meister erlebten Japan als ein sehr gastfreundliches, hilfsbereites und aufgeschlossenes Land. Viele zufällige und auch geplante Begegnungen und Gespräche mit Japanern, wenn auch teilweise mit Händen und Füßen, machten diese Reise zusätzlich zu einem unvergesslichen Erlebnis. Was uns wieder zum Anfang bringt:

Sei unabhängig, finde deine innere Stärke, geh in die Welt und strahle auf alle Wesen.

   

 

Weitere Fotos gibt es übrigens auch noch auf der Internetseite des Zen-Ki-Budos www.zen-ki-budo.de.

 

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